Hää, wie bitte? Was soll denn diese Frage?

A propos scharf….

Ein Taschenmesser kann noch so scharf sein und vieles kleinschneiden.
Es kann sich selbst jedoch nicht schneiden.

Deine Augen können noch so scharf sein und vieles sehen.
Sie können sich jedoch selbst nicht sehen. Dazu braucht es einen Spiegel.

DU selbst kannst noch so viel sehen.
Um Dich selbst zu erkennen, brauchst Du Spiegel um dich herum.
Und diese Spiegel sind deine Mitmenschen.

Die Kleinen, die GROSSEN, die Netten, die Doofen, die Engel und die „Bengel-Engel“ – wie ich sie nenne – deine „Entwicklungshelfer“.

Neale Donald Walsh schreibt in seinem Buch „Freundschaft mit Gott“
„Ich habe Dir immer nur Engel geschickt.“

Na ja, geht so. Du kennst das sicher auch, diese Begegnungen mit Menschen, die Du sicher nicht alle als „engelhaft“ bezeichnen würdest. Da ist der/die eine oder andere, den/die Du am liebsten wieder zurück in den Himmel, in die Hölle, oder grad auf den Mond schiessen würdest.

Dazu möchte ich Dir gerne eine kleine Geschichte erzählen:

Es war einmal eine Angestellte, die wurde immer unzufriedener in ihrem Job. Diskussionen mit Vorgesetzten und Veränderungen im System gaben ihr länger je mehr das Gefühl, im falschen Film zu sein. Sie ärgerte sich über verschiedene Aussagen, die ihr zugetragen – oder sagen wir an den Kopf geworfen wurden – zumindest sah sie das so. Gewohnte Abläufe wurden geändert, sodass es für sie länger je mehr nicht mehr stimmte.

Und dennoch hatte sie …..

  • Angst, Gewohntes loszulassen….
  • Angst, ihre Komfortzone zu verlassen…..
  • Angst, sich falsch zu entscheiden….
  • Angst, ihren Platz nicht zu finden…..

und sah sich als Opfer der Umstände.

Der innere Druck und die Unzufriedenheit wurden eines Tages so gross, dass sie dann doch, mit einem weinenden und einem lachenden Auge beschloss, den Job zu künden und sich auf den Weg ins Unbekannte zu machen, um eine Stelle zu finden, die ihr wirklich entsprach. Sie hat diesen Schritt bis heute nicht bereut….

Wenn Dir also das nächste Mal so ein „Bengel-Engel“ oder eine „Bengel-Engelin“ begegnet, dann versuche es doch mal mit der Grundhaltung:

„Mein Gegenüber könnte es durchaus gut mit mir meinen“.

So gelingt es Dir, offener zu bleiben und unnötigen Ärger zu vermeiden.

Drum frage Dich immer:

  1. Was für eine Botschaft steckt in der Aussage oder Handlung meines Gegenübers?
  2. Welches Geschenk hält dieser „Bengel-Engel“ für mich bereit – auch wenn mir die Verpackung nicht passt?!
  3. Bin ich gewillt, es auszupacken und seinen wahren Inhalt zu erkennen?

In der Journey-Methode geht es darum, alte Geschichten, Erinnerungen aufzuarbeiten. Das verletzte innere Kind erhält die Möglichkeit, alles auszusprechen, sich von der Seele zu reden, wo es bisher keine Gelegenheit dazu hatte und involvierte Personen in ein Gespräch einzuladen. Dieses Gespräch, das an einem Ort der bedingungslosen Liebe stattfindet, öffnet dann den Weg zur Vergebung und damit zum Loslassen.

Vergebung nicht in dem Sinne: „Du hast mich so verletzt, aber ich bin grosszügig und vergebe Dir jetzt“ sondern im Sinne von „Ich erkenne an, was mein eigener Anteil an der Geschichte war und lasse diese los.“

Auch geht es nicht darum, das Verhalten des Anderen gutzuheissen.
Ziel ist es jedoch immer, sich auf Herzensebene zu begegnen, sodass nicht mehr zwei verletzte Egos miteinander streiten.
In dem Moment, wo ich mich nicht mehr „nur“ als Opfer sehe sondern mein Miterschaffen anerkenne, bin ich nicht nur ohnmächtiges Opfer, sondern werde zum Mitschöpfer und komme von der Ohnmacht in die „Macht“ und kann endlich was dagegen machen.

In diesem Moment braucht es vor allem nur eines, nämlich die Selbstvergebung, als höchsten Akt der Selbstliebe.

Ich vergebe mir selbst für das, was ich aus der Geschichte gemacht habe.

„Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit resp. Vergangenheit.“

Quelle unbekannt, wird einer amerikanischen Psychotherapeutin zugeschrieben.

Was auch immer in deiner Vergangenheit geschehen ist…. Du kannst es nicht rückgängig oder ungeschehen machen. Du hast jedoch die freie Wahl, wie Du darüber denken und fühlen möchtest. Du hast jederzeit die Wahl, deine Perspektive zu wechseln. Du hast jederzeit die Wahl, deine Haltung zu ändern.

In der Journey-Methode gehen wir manchmal sogar so weit, dass wir unserem „Bengel-Engel“ – unserem Entwicklungshelfer in Gedanken sogar einen Oscar überreichen für die beste Rolle, die dieser Mensch für mich gespielt hat.

Oscar-Verleihung: The winner is.....

Und wem verleihst Du jetzt deinen Oscar? The winner is……………..

Schreibe mit mir Deine Geschichte neu und melde Dich jetzt an für Deine Reise ins Herz.

Von Herzen Isabelle
Dein Coach, der weckt, was in Dir steckt.
www.isabelle.dobmann.ch

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